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von Christian Busch


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Die Milchstrasse und Galaxien


Wenn ihr am Sommer an den Himmel schaut, ist euch vielleicht schon mal ein schwaches Leuchten aufgefallen, das sich quer über den Himmel zieht. Das ist die Milchstrasse. Aber was ist die Milchstrasse überhaupt, wann kann man sie am besten sehen, besteht sie wirklich aus Milch und kann man auf ihr laufen? Das alles und noch viel mehr könnt ihr auf dieser Seite nachlesen.


1. Die Milchstrasse

Wann kann ich die Milchstrasse sehen?

Am besten ist die Milchstrasse im Sommer und am Anfang des Herbstes zu beobachten. Dann kann man sie nach Einbruch der Dunkelheit hoch am Himmel als zart leuchtendes Band sehen.

Um die Milchstrasse gut sehen zu können, sollte man aber einen dunklen Himmel haben. Am besten kann man sie von einem Feld oder noch besser von einem hohen Berg aus sehen. In der Stadt kann man die Milchstrasse so gut wie überhaupt nicht erkennen, weil da der Himmel viel zu hell ist.

Es gibt übrigens eine Sommer- und eine Wintermilchstrasse. Die Wintermilchstrasse ist aber noch viel schwächer als die Sommermilchstrasse, so dass man sie nur von einem hohen Berg aus sehen kann und auch dann sieht man nur ein schwaches Leuchten.

Auf dem Bild ist die Sommermilchstrasse zu sehen.


Aus was besteht die Milchstrasse?

Früher dachte man, dass die Milchstrasse aus Milch besteht, die jemand über den Himmel geleert hat. Das stimmt natürlich nicht. In Wirklichkeit besteht die Milchstrasse aus Millionen von schwachen Sternen, die sanft vor sich hinglimmen. Sie leuchten so schwach, dass unser Auge die einzelnen Sterne nicht erkennen kann, sondern nur ein schwaches Band erkennt.

Dass die Milchstrasse wirklich aus Millionen von Sternen besteht, könnt ihr selbst einmal erforschen. Alles was ihr dazu braucht, ist ein kleines Fernglas. Wartet, bis es im Sommer dunkel geworden ist und richtet euer Fernglas auf die Milchstrasse. Dann könnt ihr viele viele Sterne sehen, die man kaum noch zählen kann.


Wieviele Sterne gibt es in der Milchstrasse?

Die Sterne hat noch keiner nachgezählt, weil es nämlich viel zu viele sind. Aber die Wissenschaftler haben ein wenig gerechnet und sind auf eine Zahl von 100 Milliarden gekommen. Diese Zahl ist so riesig, dass man sie sich überhaupt nicht vorstellen kann.

Was meint ihr, wie lange ihr brauchen würdet, um alle Sterne zu zählen? Eine Woche, einen Monat oder sogar ein ganzes Jahr? Nein, es dauert noch viel länger! Ihr wärt fast 4000 Jahre beschäftigt, um alle Sterne zu zählen. Wenn euch mal ganz langweilig ist, könnt ihr ja mal damit anfangen...

Auf dem linken Bild seht ihr einen kleinen Ausschnitt aus der Milchstrasse.


Was ist der dunkle Streifen in der Milchstrasse?

Der dunkle Streifen ist Staub. Er verdunkelt das Licht der dahinterliegenden Sterne, so dass wir sie nicht mehr sehen können. Deswegen ist es an diesen Stellen dunkel. Der Staub besteht aus winzig kleinen Teilchen, die sich zu Wolken zusammenballen.

Wenn ihr mal im Sommer auf dem Feld steht und die Milchstrasse anschaut, dann könnt ihr diesen dunklen Streifen sogar mit dem bloßen Auge sehen. Versucht es einmal!


Kann man auf der Milchstrasse laufen?

Nein, das geht nicht, weil die Milchstrasse ja aus vielen Sternen besteht. Aber früher hat man tatsächlich gedacht, dass dort oben Außerirdische mit ihren Ufo's rumflitzen.


Wie weit ist die Milchstrasse weg?

Die Sterne in der Milchstrasse sind meistens 3000 bis 5000 Lichtjahre von der Sonne weg. Das heißt, das Licht von diesen Sternen hat 5000 Jahre gebraucht, um bis zu uns zu kommen.

Wenn wir versuchen würden, mit einer Rakete zu diesen Sternen zu fliegen, wären wir über eine Million Jahre unterwegs.


Warum ist die Milchstrasse ein Band?

Um das zu verstehen, müssen wir uns einmal anschauen, wie die Milchstrasse aussieht, wenn wir mit einem Raumschiff ganz weit wegfliegen. Da wir das noch nicht können, müssen wir den Wissenschaftlern glauben, die ein solches Bild aus den Beobachtungen mit ihren großen Teleskopen erstellt haben.

Wie ihr erkennen könnt, sieht die Milchstrasse von weit außen betrachtet ganz anders aus als hier auf der Erde.

Sie hat die Form einer Scheibe, an der so etwas wie Tintenfischarme drangemacht sind. Diese nennt man "Spiralarme" und das ganze Gebilde heißt "Galaxie". Diesen Namen könnt ihr euch schon mal merken, denn der kommt nachher noch häufiger vor.

Nun schauen wir uns mal an, wo die Sonne ihren Platz in der Milchstrasse hat. Wie ihr sehen könnt, wohnt die Sonne in einem Spiralarm etwa in der Mitte zwischen Zentrum und Rand. Wir schauen von der Position der Sonne direkt auf die Kante der Milchstrasse und deswegen sehen wir die Milchstrasse als Band.

Wenn ihr euch das nicht so gut vorstellen könnt, macht doch einfach mal einen kleinen Versuch: Nehmt einen Fahrradschlauch oder einen Schwimmring und blast ihn auf. Von außen betrachtet, erscheinen diese Dinge als Ring, aber wenn ihr den Kopf in den Ring steckt und euch das ganze mal von dieser Position aus anschaut, könnt ihr erkennen, dass aus dem Ring auf einmal ein Band geworden ist. Probiert es mal aus, es ist gar nicht so schwer...


Wie groß ist die Milchstrasse?

Die Milchstrasse ist riesig groß. Sie misst von einem Ende zum anderen 100.000 Lichtjahre. Das Licht braucht also hunderttausend Jahre, um von einem Ende zum anderen Ende zu fliegen. Und ihr wisst sicherlich, dass Licht wahnsinnig schnell ist. Es kann nämlich in einer Sekunde zum Mond fliegen.

Damit ihr euch diese riesige Entfernung besser vorstellen könnt, machen wir ein kleines Experiment: wir machen das Sonnensystem in Gedanken einen Meter klein. Die Erde wäre dann nur noch so groß wie eine Bakterie. Jetzt könnt ihr bequem mit einem Schritt das Sonnensystem durchqueren. Was meint ihr, wie weit ihr laufen müsstet, um die Milchstrasse zu durchqueren? Einen Kilometer, 10 Kilometer oder sogar 1000 Kilometer?

Nein, es ist noch viel mehr!! Obwohl das Sonnensystem in unseren Gedanken nur noch ein Meter groß ist, müsst ihr dreimal um die Erde laufen, um die Milchstrasse zu durchqueren. Ihr seht also: die Milchstrasse ist wirklich riesig!!


Gibt es in der Milchstrasse außerirdisches Leben?

Das weiß niemand so genau. Aber weil es dort 100 Milliarden Sterne gibt, wird es da draußen bestimmt einen Planeten geben, auf dem Außerirdische wohnen. Aber wie diese Außerirdischen aussehen, ob sie sprechen können oder Raumschiffe bauen, das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.

Die Wissenschaftler denken, dass in unserer Milchstrasse 5 hochentwickelte Zivilisationen gibt, die technisch auf dem gleichen Stand sind wie wir. Nur hat noch niemand mit ihnen gesprochen...



2. Galaxien



Was ist eine Galaxie?

Weiter oben habt ihr ja schon gelernt, dass eine Galaxie eigentlich nichts anderes wie eine Milchstrasse ist. Man nennt aber nur unsere eigene Galaxie Milchstrasse, die anderen heißen einfach nur "Galaxie".

Eine solche Galaxie besteht aus vielen Millionen und Milliarden Sternen. Unsere eigene Galaxie enthält 100 Milliarden Sterne. Das ist eine riesengroße Zahl.

Im Zentrum einer Galaxie findet man ein riesiges schwarzes Loch, das 10 Millionen mal so schwer wie unsere Sonne ist. Dieses schwarze Loch lauert da wie eine Spinne in ihrem Netz und wartet, dass ein Stern vorbeikommt, den es dann aufessen kann. An den Kern sind lange Arme drangemacht, die sich um den Kern wickeln. Diese Arme nennt man auch Spiralarme.

Aber nicht alle Galaxien sehen gleich aus. Es gibt auch welche, die haben überhaupt keine Spiralarme, sondern sehen eher aus wie ein Ei.

Auf dem Bild seht ihr eine Galaxie, die einen wegen ihrem Aussehen einen ganz besonderen Namen hat: es ist die Walfisch-Galaxie. Könnt ihr den Walfisch erkennen? Die kleine Galaxie über der großen soll die Wasserfontäne sein, die der Walfisch beim Atmen ausstößt.


Wie groß ist eine Galaxie?

Das ist ganz unterschiedlich. Es gibt kleine Galaxien, die sind nur 50.000 Lichtjahre groß, es gibt aber auch welche, die sind 150.000 Lichtjahre groß. Wie riesig das ist, habt ihr ja schon weiter oben bei unserer Milchstrasse gesehen.


Was ist eine Zwerggalaxie?

Eine Zwerggalaxie ist eine sehr kleine Galaxie, die nur 3.000 Lichtjahre groß ist. Sie würde also fast 50 Mal in unsere eigene Milchstrasse hineinpassen. Aus diesen kleinen Galaxien haben sich alle großen Galaxien in unserem Universum gebildet, denn die haben die kleinen Galaxien aufgefressen und sind so gewachsen.


Wie weit sind Galaxien entfernt?

Sehr sehr weit! Das Licht braucht Millionen von Jahren, um von den anderen Galaxien zu uns zu gelangen. Die Walfisch-Galaxie zum Beispiel ist 30 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Wenn ihr dort einen Freund oder eine Freundin hättet und mit ihr telefonieren wolltet, dann müsstet ihr auf eine Antwort 60 Millionen Jahre lang warten.

Aber es gibt Galaxien, die sind noch viel weiter weg, da braucht das Licht bis zu 12 Milliarden Jahre, bis es bei uns ist. So eine riesige Entfernung kann man sich überhaupt nicht vorstellen!


Was ist die nächste Galaxie?

Die uns nächste Galaxie ist der Andromeda-Nebel. Das ist eine Galaxie mit Spiralarmen, die ein kleines bisschen größer als unsere Galaxie ist und über 2 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist. Man kann sie sogar schon mit einem kleinen Fernglas sehen, wenn man weiß, wo man hinschauen muss.


Haben Galaxien Geschwister?

Ja, Galaxien haben Geschwister und manchmal sogar sehr viele. Manche haben bis zu 1000 Brüder und Schwestern, die alle miteinander in einem Haufen wohnen. Das nennt man dann Galaxienhaufen.

Was das für ein Gedränge ist, könnt ihr euch auf dem Bild anschauen.


Was ist zwischen den Galaxien?

Der Raum zwischen den Galaxien ist total leer. Dort gibt es keine Sterne und keine Planeten. Es ist richtig langweilig, dunkel, kalt und leer. Also kein schöner Platz, wo man gerne Urlaub machen würde.


Wieviele Galaxien gibt es im Universum?

Das ist wieder eine riesig große Zahl, nämlich 100 Milliarden. Wenn ihr alle Galaxien zählen würdet, wärt ihr wie bei den Sternen fast 4000 Jahre damit beschäftigt.



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Copyright © by Space Agents Alle Rechte vorbehalten.

Publiziert am: 2006-04-28 (46953 mal gelesen)

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