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von Christian Busch


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Eine Reise durch das Sonnensystem

 
Nun wollen wir eine kleine Reise machen und uns jeden Planeten des Sonnensystems genauer anschauen. Wir werden lernen, wie groß die Planeten sind, wie warm oder kalt dass es auf ihnen ist, was man auf der Oberfläche so alles sehen kann, ob es auf den Planeten fremdes Leben gibt und ob sie Monde haben.


Merkur:

Merkur ist der zweitkleinste der Planeten. Er ist mit einem Durchmesser von 4.800 Kilometern nur ein bisschen größer als unser Mond. Weil er so nahe an der Sonne steht, flitzt er in 87 Tagen einmal um sie herum. Wenn ihr auf dem Merkur leben würdet, könntet ihr alle drei Monate Geburtstag feiern.

Schaut euch mal das Bild von Merkur an. Irgendwie sieht er aus wie unser Mond, oder? Überall findet man Krater. Der Grund für die vielen Krater ist, dass die Gesteinsbrocken, mit denen der Merkur manchmal zusammenstößt, tiefe Löcher in die Oberfläche schlagen können. Wenn ihr wissen wollt, wie man selbst solche Krater machen kann, könnt ihr ja mal auf der Mondseite nachschauen. Dort gibt es nämlich einen Versuch mit Mehl.

Wegen der großen Nähe zur Sonne ist es auf Merkur sehr heiß. Tagsüber steigen die Temperaturen auf bis zu 500°C, das ist doppelt so heiß wie in eurem Backofen. Weil er keine Atmosphäre hat, gibt es auf Merkur auch kein Wetter mit Wolken und Regen. Nachts wird es extrem kalt. Bis zu minus 110°C können dann erreicht werden. Wenn die Sonne untergeht, braucht man also eine sehr dicke Jacke, um nicht zu frieren.





Venus:

Diesen Planeten kennt ihr bestimmt auch unter dem Namen "Abend"- oder "Morgenstern". Die Venus wird auch oft als Zwilling der Erde bezeichnet, weil sie mit einem Durchmesser von 12.100 Kilometern fast genau so groß und schwer wie unser eigener Planet ist.

Ein Jahr auf der Venus dauert 225 Erdentage, denn so lange braucht sie für einen Umlauf um die Sonne. Aber nun wird es ganz komisch: ein Tag auf der Venus dauert 243 Erdentage! Somit ist ein Tag länger als ein Jahr. Wenn ihr dort leben würdet, hab ihr an jedem Venustag Geburtstag und manchmal sogar zweimal an einem Tag. Auf der Venus wäre man nur noch am Geburtstag feiern...

Auf der Oberfläche der Venus findet man Berge, die noch höher sind als der Mount Everest auf der Erde. Sie reichen bis zu 10.800 Meter in die Höhe. Krater findet man kaum welche. Auf der Oberfläche laufen kann man aber nicht, da der Boden über 500°C heiß ist. Da würde man sich sehr schnell die Füße verbrennen.

Wie ihr auf dem Bild seht, ist die Venus von einer dichten Wolkendecke eingehüllt, so dass man nicht nach unten auf die Oberfläche schauen kann. Aus diesen Wolken fällt so etwas wie Regen, nur ist es kein Wasser, sondern Schwefelsäure. Das ist eine sehr giftige und ätzende Flüssigkeit. Die Temperaturen auf der Venus liegen bei 500°C, was dazu führt, dass der Boden leicht rotglühend ist, so ähnlich wie Lava. Der Luftdruck ist so hoch, dass man sofort zerquetscht würde, wollte man auf der Venus einen Spaziergang machen.



Mars:

Wegen der roten Farbe nennt man den Mars auch den roten Planeten. Er braucht für einen Umlauf um die Sonne fast 2 Jahre, aber ein Tag auf dem Mars ist fast genau so lang wie ein Tag auf der Erde, nämlich 24 Stunden. Wenn man den Mars und die Erde nebeneinander stellen würde, dann wäre die Erde fast doppelt so groß, der Mars ist mit einem Durchmesser von 6.400 Kilometern also ein sehr kleiner Planet.

Die rote Farbe kommt von rostendem Gestein auf der Oberfläche. Wenn ihr schon mal einen Eisennagel draußen liegen habt lassen, ist euch vielleicht aufgefallen, dass er mit der Zeit rot wird. Das gleiche passiert auch mit eurer Fahrradkette, wenn ihr sie nicht ölt. Und weil auf dem Mars fast alle Steine vor sich hinrosten, erscheint er uns rötlich.

Obwohl der Mars so klein ist, gibt es dort die höchsten Berge des Sonnensystems. Der größte Vulkan auf dem Mars heißt "Olympus Mons". Er hat eine Höhe von 27 Kilometern und ist damit 3mal so hoch wie der Mount Everest auf der Erde.

Wie die Erde hat auch der Mars eine Atmosphäre. Die ist aber so dünn, dass man auf dem Mars ohne Raumanzug nicht atmen kann. Wenn ihr euch das Bild anschaut, dann seht ihr, dass es auf dem Mars auch Wolken wie auf der Erde gibt. Das sind die blauen Schleier, die oben und unten zu sehen sind. Aus denen kann es aber nicht regnen oder schneien. Tagsüber kann es am Äquator bis zu 25°C warm werden, aber nachts sinken die Temperaturen auf bis zu minus 90°C. Am Nord- oder Südpol könnt ihr Schlitten fahren gehen, denn dort gibt es genau wie auf der Erde Schnee und Eis. Ihr müsst euch dazu aber sehr warm anziehen, denn es hat minus 120°C.

Der Mars hat zwei kleine Monde, die gerade einmal 10 bis 20 Kilometer groß sind. Man könnte also an einem Tag locker mit dem Fahrrad einmal ganz außen rum fahren, mit dem Auto bräuchte man gerade einmal zwei Stunden. Die Monde, die "Schrecken" und "Furcht" getauft wurden, haben eine sehr komische Form, denn sie sehen aus wie Kartoffeln.


Jupiter:

Jupiter ist der größte Planet in unserem Sonnensystem. Er ist fast 11mal so groß wie die Erde. Wenn man versuchen würde, den Jupiter mit Erdkugel aufzufüllen, was meint ihr, wie viele würde man dann brauchen? Zehn, hundert oder sogar noch mehr? Es sind über tausend Erdkugeln, die in den Jupiter passen! Um euch das besser vorzustellen, könnt ihr ja mal eine Kirsche oder eine Erdbeere neben einen Fußball legen.

Ein Jahr auf Jupiter dauert fast 12 Erdenjahre, ein Tag dagegen ist mit 10 Stunden viel kürzer auf der Erde. Und weil sich Jupiter einmal in 10 Stunden um seine Achse dreht, sieht er aus wie ein Ei. Jupiter ist nämlich nicht kugelrund, sondern leicht oval. Könnt ihr das auf dem Bild erkennen?

Weil der Planet aus Gas besteht, hat er keine feste Oberfläche. Man kann also auf Jupiter nicht spazieren laufen. Man würde sofort verschluckt werden und bis zum Zentrum sinken. Wenn ihr euch mal das Bild anschaut, dann seht ihr auf der rechten Seite der Planetenkugel einen roten Fleck. Das ist ein gewaltiger Wirbelsturm, in den sogar die Erde hineinpassen würde. Der Wind in diesem Wirbelsturm ist 3mal stärker als die stärksten Stürme der Erde.

Wenn ihr euch das Bild noch genauer anschaut, dann seht ihr auf der linken Seite einen kleinen, schwarzen Punkt. Das ist ein Schatten von einem Mond. Jupiter hat nämlich ganz viele Monde, insgesamt 63 Stück. Die meisten davon sind sehr klein, aber vier von diesen Monden sind so groß wie unser eigener Mond.


Saturn:

Weil er so einen schönen Ring hat, kennt diesen Planeten bestimmt jeder von euch.  Saturn braucht für einen Umlauf um die Sonne fast 30 Jahre, das heißt, dass man in 90 Jahren nur dreimal Geburtstag feiern könnte. Dafür dreht sich Saturn genauso schnell um seine Achse wie Jupiter, nämlich einmal in 11 Stunden. Deswegen sieht auch die Planetenkugel von Saturn so ein bisschen aus wie ein Ei.

Das besondere an Saturn sind nicht nur seine Ringe, sondern auch, dass er aus Gas besteht. Er ist so leicht, dass er schwimmen würde, wenn man ihn in ein riesengroßes Schwimmbecken werfen würde. Und weil der Planet aus Gas besteht, kann man auch hier nicht auf der Oberfläche umherlaufen, sondern würde gleich im Boden versinken.

Wie ihr sehen könnt, sind die Ringe viel größer als die Planetenkugel selbst. Man könnte die Erde mitsamt dem Mond in den Ringen verstecken und wenn man mit einem Raumschiff einmal um die Ringe fliegen wollte, wäre man über einen Monat lang unterwegs. Bestimmt habt ihr euch schon mal gefragt, aus was die Ringe bestehen. Man weiß heute, dass sich hier lauter kleine Eisstückchen tummeln, die ungefähr so groß wie ein Auto sind.

Auch Saturn hat sehr viele Monde, nämlich fast 50 Stück. Die meisten davon sind nur 20 Kilometer groß, aber es gibt einen, der ist sogar noch größer als der Planet Merkur. Es ist der Saturnmond Titan, der sogar eine Atmosphäre hat. Die Forscher denken, dass man auf diesem Mond sogar außerirdisches Leben finden könnte.


Uranus:

Der siebte Planet ist schon sehr weit von der Sonne entfernt und braucht fast 85 Jahre, um die Sonne einmal zu umkreisen. Wenn jemand auf dem Uranus seinen ersten Geburtstag feiert, ist er in Wirklichkeit schon 84 Erdenjahre alt.

Wenn man die Erde mit dem Uranus vergleicht, dann ist er mit einem Durchmesser von 51.000 Kilometern fast 5mal so groß, also auch ein richtiger Riesenplanet. Ihr könnt ja mal eine Kiwi neben einen Fußball legen und schauen, wie das aussieht.

Auch Uranus besteht nur aus Gas, so dass man auch hier nicht auf der Oberfläche umherlaufen kann. Die blaue Farbe kommt von einem Gas, das in der Atmosphäre des Planeten zu finden ist. Es heißt "Methan". Und weil dieses Gas blau ist, erscheint auch Uranus in einem schönen Blauton. Da Uranus so weit von der Sonne entfernt ist, ist es dort sehr kalt. Die Temperaturen erreichen gerade mal noch minus 200°C. Das ist so kalt, dass sogar Luft flüssig werden würde.

Wie Saturn hat auch Uranus einen Ring, nur ist dieser viel kleiner und dünner, so dass man ihn von der Erde aus nur mit riesig großen Teleskopen sehen kann. Der Ring hat in Wirklichkeit nicht die Farbe rot, sondern ist eher braun.

Uranus hat 29 Monde, von denen aber nur drei größer als 1000 Kilometer sind. Trotzdem ist unser eigener Mond fast doppelt so groß wie die größten Uranusmonde. Die anderen sind sehr klein und sehen aus wie Kartoffeln mit Löchern darin.


Neptun:

Dieser Planet wird oft als der Bruder von Uranus bezeichnet, weil er genauso groß und blau ist. Für einen Umlauf um die Sonne braucht Neptun 165 Jahre. Wenn wir dort wohnen würden, könnten wir nie Geburtstag feiern, es sei denn, wir würden älter als 165 Jahre werden. Ein Tag auf dem Neptun dauert 17 Stunden, also 7 Stunden weniger wie auf der Erde.

Auch Neptun besteht aus Gas. In der Atmosphäre kann man einen großen dunklen Fleck erkennen. Seht ihr ihn in dem Bild? Genau, auf der linken Seite von Neptun. Das ist ein großer Wirbelsturm, den es schon seit vielen Jahren gibt und der so groß ist, dass er fast die Erde verschlucken könnte.
Außerdem gibt es in dem Sturm die höchsten Windgeschwindigkeiten in unserem Sonnensystem. Der Wind ist bis zu 2000km/h schnell, das ist schneller, als viele Düsenjets fliegen können. Auf Neptun ist es sehr sehr kalt, nämlich minus 230°C.

Auf dem Bild sieht man es zwar nicht, aber auch Neptun hat Ringe, nur sind die sehr schwach und klein. Das besondere an den Ringen ist, dass dort einfach ein Stück fehlt, so als hätte jemand daran geknabbert.

Neptun hat viele Monde, nämlich 13 Stück. Der größte heißt "Triton" und ist fast so groß wie unser Mond. Die anderen sind nur kleine Gesteinsbrocken.


Pluto:

Pluto ist der kleinste Planet in unserem Sonnensystem. Und weil er so klein ist, überlegt man gerade, ob er weiterhin ein Planet sein darf.

Pluto ist auch am weitesten von der Sonne entfernt. Er ist so weit weg, dass er über 250 Jahre braucht, um einmal um die Sonne zu kreisen. Auch ein Tag auf Pluto ist sehr lang, er dauert 156 Stunden, also fast eine Woche.

Wie es auf der Oberfläche des Planeten aussieht, weiß man noch nicht genau, weil noch keine Raumsonde bis dorthin geflogen ist. Aber im Jahr 2006 hat die NASA eine Sonde gestartet, die aber erst in 10 Jahren beim Pluto ankommen wird. Bis dahin können wir nur raten, was auf der Oberfläche zu finden ist.

Man weiß aber, dass Pluto insgesamt drei Monde hat. Der größte heißt "Charon" und ist fast so groß wie Pluto selbst. Wenn wir auf Pluto wohnen würden, dann würde der Mond wie festgenagelt am Himmel stehen und sich keinen Millimeter bewegen. Er würde nicht aufgehen, nicht untergehen und wäre immer an derselben Stelle des Himmels zu sehen.



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Publiziert am: 2006-04-27 (88569 mal gelesen)

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