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von Christian Busch


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Die Welt der Sterne


Wenn ihr nachts an den Himmel schaut, könnt ihr dort ganz viele funkelnde Lichtpunkte erkennen. Manche leuchten sehr hell, andere wiederum kann man fast nicht erkennen, weil sie sehr dunkel sind. Was Sterne sind, warum sie leuchten und vieles mehr könnt ihr hier erfahren.


Was sind Sterne?

Sterne sind leuchtende Kugeln aus heißem Gas. An der Oberfläche mancher Sterne können die Temperaturen bis zu 50.000°C erreichen. Und wenn etwas sehr heiß ist, dann fängt es an zu leuchten. Das kennt ihr von der Glühbirne, die ja auch nur leuchtet, weil der kleine Draht in der Glühbirne heiß wird.

Auch unsere Sonne ist ein Stern. Im Gegensatz zur Sonne leuchten Sterne allerdings viel schwächer. Das kommt daher, weil sie soweit von uns entfernt sind. Dass das wirklich so ist, könnt ihr mal mit einer kleinen Taschenlampe ausprobieren. Stellt sie irgendwo hin und lauft dann immer weiter von ihr weg. Ihr werdet sehen, dass die Taschenlampe umso schwächer leuchtet, je weiter ihr euch von ihr entfernt. 


Was sind Doppelsterne?

Bei einem Doppelstern umkreisen sich zwei Sonnen. Es gibt aber nicht nur Doppelsterne, sondern sogar Dreifachsterne. Hier umkreisen sich dann drei Sterne. Diese Art von Sternen sind zur selben Zeit in der gleichen Gaswolke entstanden.


Wie werden Sterne geboren?

Im Weltall treiben leuchtende Gaswolken umher. Eine solche Gaswolke seht ihr auf dem linken Bild. Weil es Weltraum wie auf der Erde eine Anziehungskraft gibt, werden die Wolken immer kleiner und dichter. Sie ziehen sich zusammen. Wenn die Wolken schrumpfen, werden sie im Inneren auch immer heißer. Irgendwann sind die Wolken so klein und heiß, dass sie anfangen zu leuchten. Ein Stern ist geboren worden.

Sterne entstehen meistens nicht alleine, sondern immer mit anderen Sternen zusammen. Sie haben also Geschwister. Auch unsere Sonne hat Geschwister, aber die sind in alle Richtungen davon geschwirrt, so dass unsere Sonne jetzt alleine ist.


Müssen Sterne sterben?

Ja, auch Sterne müssen irgendwann einmal sterben. Dabei gehen sie aber nicht einfach aus und hören auf zu leuchten, sondern da passiert etwas viel Spannenderes.

Wenn der Stern seine ganze Energie verbraucht hat, dehnt er sich aus und wird dabei riesengroß. Unsere Sonne zum Beispiel wird so groß, dass sie bis an die Erde heranreicht und sogar die Planeten Merkur und Venus verschluckt. Dann auf einmal stürzt der Stern in sich zusammen und explodiert kurze Zeit später. Die Explosion ist so gewaltig, dass der ganze Stern in Fetzen gerissen wird. Sogar die Planeten, die um den Stern kreisen, werden in den Weltraum geschleudert.

Die Explosion ist mehrere Wochen lang zu sehen. Während dieser Zeit leuchtet die Supernova so hell wie eine ganze Milchstrasse mit 100 Milliarden Sternen zusammen. Würde in der Nähe der Sonne ein solcher Stern in die Luft fliegen, wäre er so hell, dass man ihn sogar am Taghimmel sehen könnte.

Nach ein paar Jahren, wenn die Supernova abgeklungen ist, kann man die Fetzen des Sterns beobachten, die nun im leeren Weltraum treiben.


Wie groß können Sterne werden?

Ihr habt vielleicht schon im Kapitel über die Sonne gelesen, dass die Erde winzig klein ist, wenn man sie neben die Sonne stellt. Die Sonne ist allerdings nur ein kleiner Stern, es gibt nämlich Sterne, die sind noch 1000 mal größer als unsere Sonne.

Wenn ihr euch das nicht so richtig vorstellen könnt, macht doch einfach mal ein kleines Experiment: nehmt aus der Schule mal ein Stück rote Kreide mit nach Hause. Damit malt ihr einen Kreis auf die Strasse, der einen Meter groß ist. Wenn ihr nicht genau wisst, wie viel ein Meter ist, könnt ihr ja mal eure Eltern fragen. Wenn ihr damit fertig seid, malt den Kreis aus und wenn ihr Lust habt, könnt ihr auch noch ein paar Flammen an die Außenseite des Kreises zeichnen. Das ist jetzt euer Riesenstern. Nun holt ihr euch eine Stecknadel mit einem gelben Kopf und legt sie neben den Stern. Der kleine Stecknadelkopf ist die Sonne und das große rote der Riesenstern. Jetzt könnt ihr euch anschauen, wie winzig die Sonne zu einem solchen Riesenstern ist.

Es gibt aber auch Sterne, die sind viel kleiner als die Sonne. Die nennt man dann Zwergsterne.


Haben Sterne alle die gleiche Farbe?

Nein, wenn ihr mal genau in den Himmel schaut, dann seht ihr, dass die Sterne nicht alle die gleiche Farbe haben. Die meisten Sterne leuchten weißlich, es gibt aber auch welche, die blau oder orange leuchten. Das kann man am besten mit einem Fernglas oder einem Teleskop sehen.

Die unterschiedliche Farbe kommt daher, weil die Sterne nicht gleich heiß sind. Je kälter ein Stern ist, umso rötlicher leuchtet er. Heiße Sterne dagegen leuchten bläulich. Unsere Sonne ist mit 6000°C eher mittelheiß, so dass sie gelb leuchtet. Ihr könnt die Temperaturen von Sterne also ganz einfach bestimmen, wenn ihr euch die Farbe eines Sterns anschaut:

bläulich: 40.000°C
weißlich: 10.000°C
gelblich: 6.000°C
rötlich: 3.500°C

Probiert es einmal aus und versucht mal, mit einem Fernglas die Temperatur von hellen Sternen zu bestimmen.


Wie weit sind die Sterne entfernt?

Das ist ganz unterschiedlich. Auf jeden Fall sind Sterne so weit weg, dass man die Entfernung nicht mehr in Kilometern angeben kann. Das gibt nämlich eine riesengroße Zahl. Deswegen haben sich die Astronomen eine neue Längenangabe ausgedacht. Sie messen die Entfernung in Lichtjahren. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Wenn das Licht also ein Jahr durch den Weltraum geflogen ist, dann ist es genau ein Lichtjahr weit gekommen.

Der nächste Stern heißt "alpha Centauri" und ist 4 Lichtjahre von uns entfernt. Dann kommt ein Stern mit dem Namen "Sirius", der knapp 9 Lichtjahre von uns entfernt ist.


Wie viele Sterne kann man am Himmel sehen?

Mit dem bloßen Auge könnt ihr am Himmel ungefähr 2000 Sterne sehen und wenn ihr ganz genau hinschaut, auch 3000. Es werden aber viel mehr, wenn ihr zum Beispiel ein Fernglas nehmt. Damit könnt ihr 100.000 Sterne anschauen. Mit einem Teleskop sind es dann schon 10 Millionen Sterne. Je größer also das Fernglas oder das Teleskop ist, umso mehr Sterne kann man damit sehen.


Was  ist der Polarstern?

Der Polarstern steht genau im Norden. Wenn es dunkel ist, müsst ihr also nur nach Norden schauen, dann seht ihr ihn. Viele Leute denken, dass der Polarstern ein ganz besonders heller Stern ist, aber das stimmt nicht. Er leuchtet zwar hell, aber auch nicht heller als andere Sterne.

Von der Erde ist der Polarstern 430 Lichtjahre entfernt. Er leuchtet über 2000mal heller als die Sonne, das heißt, dass er auch recht groß ist. Wenn man die Sonne und den Polarstern nebeneinander stellen würde, dann wäre der Polarstern fünfmal so groß wie die Sonne. Ihr könnt euch das vielleicht besser vorstellen, wenn ihr eine Kiwi neben einen Fußball legt.


Wie finde ich den Polarstern?

Wenn ihr den großen Wagen kennt, dann könnt ihr den Polarstern ganz einfach finden. Ihr müsst einfach nur die vordere Achse des großen Wagen fünfmal verlängern, dann kommt ihr automatisch dorthin. Schaut es euch einfach auf dem Bild an und versucht es einmal. Es ist überhaupt nicht schwer.



Warum funkeln die Sterne?

Sterne funkeln nicht wirklich, sondern nur, weil das Licht der Sterne durch unsere Atmosphäre muss. Wie ihr bestimmt wisst, gibt es in der Luft Verwirbelungen durch den Wind. Und wenn das Licht des Sterns in eine solche Verwirbelung hinein gerät, fängt der Stern an zu funkeln.

Wenn ihr die Sterne vom Weltraum aus beobachtet, dann könnt ihr sehen, dass die Sterne aufhören zu funkeln.


Warum leuchten manche Sterne heller als andere?

Das kann zwei unterschiedliche Gründe haben. Ihr habt ja weiter oben schon gelesen, dass etwas umso dunkler wird, je weiter es von uns entfernt ist. Das war der Versuch mit der Taschenlampe. Wenn ein Stern also sehr schwach leuchtet, dann kann es sein, dass er sehr weit von uns entfernt ist. 

Ein anderer Grund ist, dass manche Sterne heller leuchten als andere. Zum Beispiel gibt es Sterne, die bis zu einer Million mal heller leuchten als unsere Sonne. Wenn man also die Sonne und diesen Stern in die gleiche Entfernung setzt, dann würde die Sonne viel schwächer leuchten.

Auf dem Bild seht ihr Sirius, den hellsten Stern am Himmel.



Wie sieht ein Stern in einem Fernrohr aus?

Weil die Sterne so weit von uns entfernt sind, sieht man auch mit dem Teleskop nur klitzekleine Punkte. Nur mit den allergrößten Teleskopen der Welt kann man die Sterne als winzige Scheibchen sehen.


Können wir zu den Sternen fliegen?

Nein, das geht heute noch nicht. Selbst mit den schnellsten Raketen wären wir über 10.000 Jahre unterwegs. Um zu den Sternen zu fliegen, bräuchten wir Raumschiffe, die 1000mal schneller sind als die schnellsten Raketen.







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Publiziert am: 2006-04-21 (49336 mal gelesen)

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