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von Christian Busch


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Der Mond


Den Mond kennt jeder von euch. Er ist das Objekt im Weltraum, das uns am nächsten steht. Er steht uns sogar so nahe, dass schon einmal Menschen auf dem Mond waren.


Was ist der Mond?

Der Mond ist unser nächster Nachbar im All. Man sagt auch, der Mond ist der "Trabant" der Erde. Er ist nur ein Viertel mal so groß wie die Erde und umkreist diese einmal in 29 Tagen. Dabei zeigt er uns immer die gleiche Seite, das heißt, wir können niemals hinter den Mond schauen, zumindest nicht von der Erde aus. Trotzdem verändert sich das Aussehen des Mondes von Tag zu Tag. Manchmal ist er nur eine kleine Sichel, dann ist er mal zur Hälfte beleuchtet und ein anderes Mal ist Vollmond. Diese unterschiedlichen Formen nennt man "Mondphasen". Wie sie entstehen, könnt ihr weiter unten nachlesen.

Wenn ihr euch mal das Bild anschaut, könnt ihr sehen, dass es auf dem Mond dunkle Flecke gibt. Früher hat man gedacht, dass das wie auf der Erde Meere sind. Deswegen heißen diese dunklen Gebiete auch Mondmeere, obwohl wir heute wissen, dass es auf dem Mond kein Wasser gibt.

Auf dem Mond kann man auch viele Löcher erkennen. Er sieht also aus wie ein Schweizer Käse. Diese Löcher nennt man Krater.


Wie groß ist der Mond?

Der Mond ist nur ein Viertel mal so groß wie die Erde. Er hat einen Durchmesser von knapp 3.500 Kilometern. Das bedeutet, dass er ungefähr so groß wie Amerika oder Europa ist.

Um euch das besser vorzustellen, könnt ihr ja mal einen Pfirsich und einen Fußball nehmen und dann nebeneinander legen. Der Pfirsich ist der Mond und der Fußball die Erde. Der Unterschied ist schon ziemlich groß, oder?


Wie weit ist der Mond von uns entfernt?

Der Mond ist fast 400.000 Kilometer von der Erde weg. Das ist eine sehr große Zahl. Und weil der Mond so weit weg ist, erscheint er am Himmel auch so klein. Könnt ihr euch vorstellen, wie lange die Astronauten unterwegs waren, bis sie endlich auf dem Mond landen konnten? Ganze sieben Tage mussten sie in ihrer kleinen Kapsel ausharren, obwohl die Mondrakete ziemlich schnell war.

Auch das wollen wir mal mit dem Fußball und dem Pfirsich nachbauen. Nun müssen wir die beiden Dinge aber nicht genau nebeneinander legen. Der Abstand zwischen dem Pfirsich und dem Fußball muss 6 Meter betragen. Ihr legt also den Fußball auf den Boden, macht dann 6 große Schritte und legt an die Stelle, an der ihr dann steht, den Pfirsich ab. Das macht ihr am besten draußen, denn dort habt ihr genug Platz.


Wie ist der Mond entstanden?

Der Mond ist zusammen mit der Erde entstanden. Man weiß heute, dass es ganz früher mal einen Nebel aus Staub gab, aus dem sich die Sonne und die Planeten gebildet haben. Als die Erde noch sehr jung und die Oberfläche noch mit Lava bedeckt war, ist ein riesengroßer Brocken auf die Erde geprallt und hat sehr viel Lava in den Weltraum geschleudert. Diese Lava hat sich zu einer Kugel geformt, die angefangen hat, um die Erde zu kreisen. Und seit diesem Zusammenprall haben wir einen Mond.

Auf dem Bild könnt ihr euch anschauen, wie das damals ausgesehen hat. Da kann man richtig froh sein, dass man nicht dabei war, oder?

Heute weiß man auch, dass der Zusammenstoß die Erde fast in Stücke gerissen hätte, wenn der Brocken ein kleines bisschen größer gewesen wäre. Dann gäbe es nicht nur keinen Mond, sondern auch keine Erde auf der wir leben könnten.


Woher kommen die Mondkrater?

Im Weltall und auch in unserem Sonnensystem sind früher viele Gesteinsbrocken umhergeschwirrt. Manchmal sind solche Brocken mit dem Mond kollidiert und haben dabei die riesigen Löcher in den Boden gerissen. Je größer der Gesteinsbrocken war, der eingeschlagen ist, umso größer waren auch die Krater.

Wie das genau funktioniert hat, könnt ihr in einem kleinen Versuch selbst herausfinden. Nehmt einfach eine flache Schüssel, die ihr mit Mehl füllt. Nun braucht ihr einen Löffel. Nehmt mit dem Löffel Mehl aus der Tüte und pfeffert das Mehl mit Schwung in die Schüssel. Wenn ihr es richtig macht, entsteht in der Schüssel ein Krater.

Macht das aber bitte draußen und nicht im Wohnzimmer. Nicht dass ihr Ärger mit euren Eltern bekommt, weil hinterher die ganze Wohnung voller Mehl ist!


Entstehen auch heute noch Mondkrater?

Ja, auch heute schlagen auf dem Mond noch Gesteinsbrocken ein. Die sind aber recht klein, so dass nur kleine Krater von wenigen Metern Durchmessern entstehen. Der letzte Mondkrater ist im Dezember 2005 entstanden, als ein 10cm großer Brocken einen Krater von 3 Meter Durchmesser in den Mondboden geschlagen hat.


Wie groß sind Mondkrater?

Mondkrater können ganz unterschiedliche Größen haben. Manche sind ganz klein und nur so groß wie ein Haus, andere können einen Durchmesser von bis zu 200 Kilometern haben. Das ist so groß wie Baden-Württemberg. Die Krater sind teilweise auch ziemlich tief, manchmal bis zu 5.000 Meter. Man könnte den höchsten Berg Europas, den Mont Blanc, in einem solchen Krater versenken und es würde nicht einmal die Spitze oben rausgucken.

Einige Krater haben im Zentrum einen kleinen Berg, der bis zu 2.000 Meter hoch sein kann. Das ist immer noch höher als der Feldberg im Schwarzwald. Und wer da schon einmal hinaufgelaufen ist, der weiß, wie hoch das ist.

Gibt es auf dem Mond auch Berge?

Ja, auf dem Mond gibt es auch Berge und Täler. Manche Berge sind fast so hoch wie die auf der Erde. Sie erreichen eine Höhe von bis zu 6.000 Metern. Das ist höher als der Mont Blanc, der höchste Berg der Alpen. Der einzige Unterschied zu den Bergen auf der Erde ist, dass es da oben keinen Schnee gibt, weil es auf dem Mond ja kein Wasser und keine Wolken gibt, aus denen es schneien könnte.


Was ist der Mann im Mond?

Wenn ihr euch mal das Bild anschaut, dann seht ihr die vielen dunklen Flecke, die wir weiter oben Mondmeere genannt haben. Wenn ihr euch ein bisschen anstrengt, könnt ihr euch vielleicht vorstellen, dass die dunklen Flecke ein Männchen bilden. Diesem Männchen hat man den Namen "Mann im Mond" gegeben.

Viel einfacher kann man einen Hasen erkennen, der gerade einen Pfannkuchen macht. Seht ihr ihn? Eine kleine Hilfe: auf der linken Seite könnt ihr die langen Ohren des Hasen erkennen...


Wie warm oder kalt ist es auf dem Mond?

Da der Mond keine Atmosphäre hat, wird es tagsüber sehr heiß. In der Sonne kann es bis zu 120°C haben. Dafür wird es nachts ganz arg kalt, nämlich -110°C. Diese Temperaturen könnten Menschen ohne Raumanzug nicht überleben.


Gibt es auf dem Mond Wasser?

Das weiß man noch nicht so genau. Man vermutet, dass es am Südpol des Mondes unter der Oberfläche gefrorenes Wasser geben könnte, aber sicher ist man sich da noch nicht.


Wie entstehen die Mondphasen?

Das ist ein bisschen kompliziert, deswegen müsst ihr euch alles gut durchlesen, um es zu verstehen. Schaut euch dazu auch immer mal wieder das Bild an.

Wir ihr erkennen könnt, ist die blaue Kugel in der Mitte die Erde und die vielen kleinen Kugeln stellen den Mond dar, wie er um die Erde wandert. Die Zahlen geben die jeweilige Position des Mondes an. Das Sonnenlicht kommt in der Zeichung immer von rechts. Das ist mit den gelblichen Strichen angedeutet. Ganz unten könnt ihr sehen, wie der Mond in den verschiedenen Positionen für uns auf der Erde erscheint.

Der Mond wandert im Gegenuhrzeigersinn um die Erde herum. Das könnt an den Pfeilen erkennen. Nun schauen wir uns mal an, was passiert, wenn sich der Mond in Position 1 befindet. Wenn wir von der Erde zum Mond schauen, dann können wir nur den Teil des Mondes sehen, der im Schatten liegt. Der Mond erscheint für uns auf der Erde also überhaupt nicht beleuchtet, wir haben Neumond.

Jetzt soll sich der Mond mal in Position drei befinden. Wenn wir jetzt auf den Mond schauen, dann können wir rechts die beleuchtete Seite des Mondes sehen und links die unbeleuchtete. Für uns auf der Erde ist also Halbmond. Wenn sich der Mond in der Position 5 befindet, dann sehen wir auf der Erde die voll beleuchtete Scheibe des Mondes, wir haben also Vollmond.

Und weil die Phasen nicht plötzlich von Neumond auf Halbmond umspringt, erscheint uns der Mond in Position 2 als Sichel. Wir sehen ein bisschen mehr von der unbeleuchteten Seite wie von der beleuchteten.

Wenn ihr das jetzt nicht verstanden habt, dann ist das nicht so schlimm, denn man kann das sehr einfach zu Hause ausprobieren. Alles was ihr dazu braucht, ist ein Ball und eine Taschenlampe. Legt die Taschenlampe so hin, dass sie den Ball beleuchtet. Wenn ihr den Ball nun von verschiedenen Seiten aus betrachtet, dann könnt ihr sehen, wie euer Ball auf einmal Mondphasen bekommt. Versucht es mal!!


War schon mal jemand auf dem Mond?


Ja, die Amerikaner haben im Jahr 1969 eine Mondkapsel zum Mond geschickt, in der drei Astronauten waren, die auf dem Mond gelandet sind. Die Mission hatte den Namen Apollo 11.

Die Astronauten sind auf der Oberfläche des Mondes umhergelaufen, haben Fotos gemacht, eine Fahne aufgestellt und Gesteinsproben gesammelt. Die haben sie dann mit zur Erde genommen, damit man sie dort im Labor untersuchen konnte. Diese Steine kann man leider nirgendswo kaufen, außerdem sind sie so teuer, dass man sich  das auch gar nicht leisten kann. Ein kleiner Krümel Mondgestein kostet über 10.000 Euro. Das ist sehr viel Geld...

Die Astronauten hatten sogar ein Auto, mit dem sie auf dem Mond umher fahren konnten.

Wenn ihr euch schon mal Filme zur Mondlandung angesehen habt, dann ist euch bestimmt aufgefallen, dass die Astronauten wie Känguruhs auf der Oberfläche umherhüpfen. Das liegt daran, dass man auf dem Mond viel leichter ist, wie auf der Erde. Wenn ihr wissen wollt, wie schwer ihr auf dem Mond seid, müsst ihr euer Gewicht durch 6 Teilen. Wenn ihr also auf der Erde 36 Kilogramm wiegt, dann würde die Waage auf dem Mond nur 6kg anzeigen. Wenn man also ganz schnell abnehmen will, muss man einfach zum Mond fliegen und sich dort auf eine Waage stellen.


Gibt es auf dem Mond Leben?

Nein, auf dem Mond gibt es kein Leben, zumindest hat man bisher noch keines entdeckt. Das liegt daran, dass es auf dem Mond kein Wasser und auch keine Luft gibt. Deswegen können auf dem Mond nicht einmal Bakterien wohnen.


Was ist eine Mondfinsternis?

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde zwischen die Sonne und den Mond wandert. Dabei wirft sie ihren Schatten auf den Mond. Der Erdschatten verdunkelt also den Mond. Eine Mondfinsternis kann nur dann stattfinden, wenn wir Vollmond haben, denn dann steht die Erde genau zwischen Sonne und Mond.

Auf dem Bild könnt ihr euch eine solche Mondfinsternis einmal anschauen. Ihr seht, dass der Mond nicht ganz dunkel erscheint, obwohl er im Schatten der Erde ist. Am linken Rand leuchtet er nämlich immer noch ein bisschen. Außerdem könnt ihr erkennen, dass der Mond eine sehr seltsame rötliche Farbe hat. Das hat etwas mit der Erdatmosphäre zu tun, die das blaue Licht einfach herausfiltert, so dass nur noch das rote Licht auf den Mond fällt.

Eine Mondfinsternis muss aber nicht immer so aussehen wie auf dem Bild. Manchmal fällt nur ein Teil des Erdschattens auf den Mond. Dann sagt man, dass es eine partielle Mondfinsternis ist. Das Wort "partiell" heißt soviel wie teilweise. Wenn der Mond wie auf dem Bild ganz in den Schatten der Erde wandert, ist es eine totale Mondfinsternis.


Wann ist die nächste Mondfinsternis?

Die nächste Mondfinsternis ist in Deutschland erst wieder am 21. Februar 2008 zu sehen. Ihr braucht also noch ein wenig Geduld...


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Copyright © by Space Agents Alle Rechte vorbehalten.

Publiziert am: 2006-04-20 (57821 mal gelesen)

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